Die Betriebsfeuerwehr des Fährenbetreibers Washington State Ferries (WSF) hält dieser Tage Ausschau nach heftiger und fehlender Rauchentwicklung, um Bränden, oder genauer gesagt, Brandgefahr auf die Spur zu kommen.

Brandgefahren, das ist.

Das Unternehmens führt derzeit auf einem seiner Fähren einen Pilottest zur Erprobung einer neuen Prüfmethode für Sprinkler durch. Zur Erkennung von Verstopfungen und Engstellen in Rohren und Sprinklern wir dabei anstatt von Wasser künstlich erzeugter Dampf eingesetzt.

Wie ein Sprecher des Unternehmens berichtet, wird auf Fähren vornehmlich salzhaltiges Seewasser als Löschwasser eingesetzt, eine effektive Lösung, die langfristig jedoch Schäden hervorruft. Selbst bei strengster Einhaltung der Reinigungs- und Wartungsprotokolle greift salzhaltiges Wasser Metalle früher oder später an.

Gelingt es, zumindest einen Teil der gesetzlich vorgeschriebenen, jährlichen Sprinklerprüfungen mit Dampf abzudecken, anstatt die Anlage mit salzhaltigem Wasser zu fluten, könnte dies die Lebenszeit der Fähren deutlich verlängern.

Die sogenannte „Trockenflutung“ ist ein vom niederländischen Unternehmen Siron entwickeltes Prüfverfahren. Der Leiter des Brandschutzspezialisten, Antoon Buitenhuis, ließ es sich nicht nehmen, die neue Methode Stellvertretern von WSF und der U.S. Küstenwache an Bord der Yakima selbst zu demonstrieren.

Ähnliche Verfahren, so Buitenhuis, sind bereits an unterschiedlichen Standorten mit ähnlich komplexen Brandschutzanforderungen, wie Kernkraftwerken, Bohrinseln, Recyclinganlagen und Raffinerien im Einsatz.

Die Vorführung fand allgemeinen Anklang und WSF sowie Küstenwache stellten weitere, umfassendere Evaluierungstest der neuen Trockenprüfmethode in Aussicht.

Quelle: www.bainbridgereview.com